AMLR 2027

Orientierung für Ihren KYC-Prozess

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bis zur Anwendung der AMLR.

Am 10.07.2027 beginnt die Anwendung der AMLR. Mit der neuen EU-Geldwäscheverordnung verändern sich Anforderungen an Kundendaten, die Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers, Screening, Reviews und Dokumentation. Diese Seite bündelt zentrale Informationen, Ressourcen und praktische Orientierung für Ihre AMLR-Vorbereitung.

Die AMLR-Roadmap

Was müssen Unternehmen bis zur Anwendung der AMLR konkret vorbereitet haben?

Sommer 2026: Ausgangslage verstehen

Die AMLR rückt näher. Für viele Unternehmen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, bestehende KYC-Prozesse, Datenmodelle und Prüflogiken strukturiert zu betrachten.

Herbst 2026: Handlungsfelder priorisieren

Nach der ersten Analyse geht es darum, die relevanten Handlungsfelder zu priorisieren. Nicht jeder Prozess muss gleichzeitig angepasst werden. Entscheidend ist jetzt, die Themen zu identifizieren, die bis Juli 2027 den größten fachlichen, technischen oder organisatorischen Anpassungsbedarf haben.

Ende 2026: Prozesse und Datenmodelle vorbereiten

In dieser Phase geht es um die konkrete Umsetzung. Unternehmen sollten prüfen, ob bestehende Systeme, Datenfelder und Prozesslogiken ausreichend vorbereitet sind, um neue Anforderungen effizient abzubilden.

bis 10.07.2027: Operative Umsetzung abschließen

Je näher der Anwendungsbeginn rückt, desto stärker sollte der Fokus auf der operativen Belastbarkeit liegen. Zu diesem Zeitpunkt sollte klar sein, welche Prozesse angepasst wurden, welche Daten verfügbar sind und wie operative Teams mit den neuen Anforderungen arbeiten.

ab 10.07.2027: AMLR-Anforderungen anwenden

Ab dem 10.07.2027 wird die AMLR grundsätzlich angewendet. Dann müssen Prozesse nicht nur theoretisch beschrieben, sondern operativ tragfähig sein.

Welche AMLR-Frage beschäftigt Sie aktuell?

Die AMLR bringt neue Anforderungen an KYC-Prozesse, Datenmodelle, wirtschaftliches Eigentum, Screening, Reviews und Bestandskunden. Finden Sie heraus, welche Themen für Ihre Organisation jetzt entscheidend sind und wie Sie Ihre Umsetzung gezielt vorbereiten

Was bedeutet die AMLR konkret für unsere KYC-Prozesse?

Empfohlenes Whitepaper: AMLR-ready werden

Dieses Whitepaper gibt einen Überblick über zentrale AMLR-Auswirkungen auf KYC-Prozesse, Datenanforderungen, Screening, Reviews und Dokumentation.

Welche Daten, Reviews und Prüflogiken müssen wir jetzt prüfen?

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Wie schaffen wir intern Klarheit über den AMLR-Handlungsbedarf?

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Wie lassen sich wirtschaftliche Eigentümer nach der AMLR konkret ermitteln und nachvollziehbar dokumentieren?

Empfohlenes Whitepaper: Wirtschaftliche Eigentümer nach AMLR ermitteln

Der Deep Dive zur Methodik zur Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers, Eigentum, Kontrolle, Akkumulation und nachvollziehbarer Dokumentation.

Was ändert sich bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers?

Empfohlenes Whitepaper: Wirtschaftliche Eigentümer nach AMLR ermitteln

Der Deep Dive zur Methodik zur Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers, Eigentum, Kontrolle, Akkumulation und nachvollziehbarer Dokumentation.

Wie verändern sich Ownership Case und Kontrollfall bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers nach AMLR?

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AMLR in 90 Sekunden: Die wichtigsten Themen im Überblick

In kurzen Video-Kapiteln ordnen Justus Schrecker, Geschäftsführer und COO von KYCnow, und Anna Krüger, Compliance Officer von KYCnow, zentrale AMLR-Themen ein. Im Fokus stehen Datenanforderungen, wirtschaftliche Eigentümer, Koexistenz und die Migration bestehender Kundenbestände.

Sie möchten tiefer einsteigen?

Im vollständigen Webinar ordnen Justus Schrecker und Anna Krüger die wichtigsten AMLR-Anforderungen ausführlich ein und zeigen, welche Auswirkungen sich für KYC-Prozesse, Datenmodelle und wirtschaftliche Eigentümer ergeben können.

Wie KYCnow sich auf die AMLR vorbereitet

Mit der AMLR steigen die Anforderungen an KYC-Prozesse, Datenqualität und Nachvollziehbarkeit. Kürzere Prüfzyklen, erweiterte Datenanforderungen und neue Schwerpunkte bei wirtschaftlichen Eigentümern erhöhen den operativen Aufwand für viele Verpflichtete.

KYCnow bereitet sich gezielt auf diese Anforderungen vor. Dabei stehen insbesondere die Erweiterung relevanter Datenmodelle, die Weiterentwicklung der Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer und die stärkere Automatisierung von KYC-Prozessen im Fokus.

Da einzelne Anforderungen noch weiter konkretisiert und rechtlich bewertet werden, verfolgen wir die regulatorischen Entwicklungen fortlaufend und berücksichtigen neue Erkenntnisse in unserer Produkt- und Prozessentwicklung.

AMLR Stempel

Erweiterte Datenanforderungen für natürliche Personen

KYCnow erweitert die verfügbaren Daten zur natürlichen Person.

Der Datenbestand wird kontinuierlich aufgebaut, damit AMLR-relevante Informationen strukturiert in KYC-Prozessen genutzt werden können.

Erweiterte Datenanforderungen für juristische Personen

KYCnow erweitert die verfügbaren Daten zur juristischen Person.

Ziel ist es, die Informationen künftig vollständig, strukturiert und besser nutzbar bereitzustellen. Der Aufbau des Datenbestands erfolgt schrittweise.

Neue Anforderungen an wirtschaftliche Eigentümer

KYCnow baut eine neue Ermittlungsmethode für wirtschaftliche Eigentümer nach AMLR auf.

Die neue Logik soll frühzeitig verprobt werden, damit Kunden ausreichend Zeit für Implementierung und Bestandsprüfung erhalten.

Mehr Automatisierung für steigende Prüfaufwände

KYCnow wird weiterentwickelt, um steigende Prüf- und Aktualisierungsaufwände stärker zu automatisieren.

Im Fokus: Effizientere Datenaktualisierung, strukturierte Prüflogiken, bessere Skalierbarkeit der KYC-Prozesse.

Kunden auf die neue AMLR-Logik vorbereiten

Mit KYCnow werden Kunden frühzeitig auf die neuen AMLR-Anforderungen vorbereitet.

So lassen sich mögliche Auswirkungen auf bestehende Kundenbestände besser einschätzen und notwendige Anpassungen rechtzeitig planen.

Regulatorische Änderungen immer im Blick

KYCnow beobachtet und bewertet rechtliche und datenschutzbezogene Konkretisierungen fortlaufend.

Neue Erkenntnisse fließen schrittweise in Produktentwicklung, Datenmodell und fachliche Umsetzung ein.

AMLR im Austausch

AMLR-Vorbereitung wirft in der Praxis viele konkrete Fragen auf. Genau dafür möchten wir Raum schaffen: für fachliche Einordnung, aktuelle Entwicklungen und den Austausch zu operativen Umsetzungsthemen.

Mit der AMLR-Frage des Monats greifen wir regelmäßig konkrete Praxisfragen auf. Sie können eigene Fragen zur AMLR, zur Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers, zu Datenanforderungen oder zur Umsetzung in KYC-Prozessen einreichen.

Aus den eingereichten Fragen wählen wir regelmäßig ein Thema aus und bereiten es anonymisiert für diese Seite, unsere FAQs, Webinare oder weitere Austauschformate auf.

Ergänzend finden Sie hier Hinweise auf kommende Veranstaltungen, Webinare, Aufzeichnungen und Formate, bei denen KYCnow AMLR-relevante Themen aufgreift.

AMLR Frage des Monats

AMLR-Frage des Monats

Juni 2026: Was bedeutet Koexistenz bei Eigentum und Kontrolle?

„Koexistenz“ beschreibt Fälle, in denen Eigentumsbeteiligung und Kontrolle in einer Beteiligungsstruktur zusammenwirken. Relevant wird dies insbesondere dann, wenn eine natürliche Person nicht nur über Beteiligungsquoten, sondern auch über Kontrollverhältnisse innerhalb der Beteiligungskette Einfluss auf eine juristische Person ausüben kann.

Für KYC-Prozesse bedeutet das: Eigentums- und Kontrollstrukturen müssen nicht nur einzeln geprüft, sondern in komplexeren Beteiligungsketten nachvollziehbar miteinander verknüpft werden. Entscheidend ist, ob und wie sich Beteiligungen, Kontrollrechte und Zwischengesellschaften auf die Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers auswirken.

Mai 2026: Was sind anlassbezogene Prüfungen?

Event-driven Reviews sind anlassbezogene Überprüfungen. Sie können zum Beispiel ausgelöst werden, wenn sich wirtschaftliche Eigentümer, Beteiligungsstrukturen, Geschäftsaktivitäten, Transaktionsmuster oder Risikofaktoren ändern. Für Unternehmen bedeutet das, dass KYC-Prozesse nicht nur periodische Prüfungen abbilden sollten, sondern auch relevante Ereignisse erkennen und nachvollziehbar bearbeiten müssen.

Welche Frage beschäftigt Sie aktuell in der AMLR-Vorbereitung?

Reichen Sie Ihre Frage hier ein. Wir sichten die eingehenden Themen regelmäßig und wählen daraus eine AMLR-Frage des Monats aus. Ausgewählte Fragen greifen wir anonymisiert auf dieser Seite oder in weiteren Formaten auf.

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Veranstaltungen

03. September 2026, 18:00 | Frankfurt am Main

KYCnow and friends

Eigene Veranstaltung

15. – 17. September 2026 | Potsdam

24. Jahrestagung: Bekämpfung Geldwäsche

Externe Veranstaltung

29. Oktober 2026 | Magdeburg

SCHUFA-Branchentreff Forderungsmanagement & Inkasso

Externe Veranstaltung

10. November 2026 | Berlin

DigiFin

Externe Veranstaltung

AMLR verstehen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Welche AMLR-Artikel sind für KYC-Prozesse besonders relevant?

Für die praktische Ausgestaltung von KYC-Prozessen sind insbesondere die Artikel 19 bis 46 AMLR relevant. Dazu gehören die allgemeinen Kundensorgfaltspflichten (Art. 19 ff.), die Identifizierung und Verifizierung von Kunden und wirtschaftlichen Eigentümern (Art. 22 ff.), die Anforderungen an die Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers einschließlich Eigentums- und Kontrollstrukturen (Art. 51 ff.), die laufende Überwachung von Geschäftsbeziehungen (Art. 26), die Aktualisierung von Kundendaten sowie die Anforderungen an vereinfachte und verstärkte Sorgfaltspflichten (Art. 34 ff.). Für viele Institute ergeben sich daraus konkrete Auswirkungen auf Datenmodelle, KYC-Fragebögen, die Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer, Review-Prozesse und die Dokumentation von Entscheidungen.

Was verändert sich bei den Kundensorgfaltspflichten?

Die AMLR konkretisiert die Anforderungen an die Customer Due Diligence (CDD) deutlich stärker als die bisherigen Regelungen. Verpflichtete müssen Kunden identifizieren und verifizieren, Informationen über Zweck und Art der Geschäftsbeziehung einholen, wirtschaftliche Eigentümer ermitteln und verifizieren, Risikofaktoren bewerten sowie die Geschäftsbeziehung fortlaufend überwachen. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die Dokumentation, die Aktualität von Kundendaten, die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und die Berücksichtigung von Eigentums- und Kontrollstrukturen präziser beschrieben. Für Unternehmen kann dies bedeuten, dass zusätzliche Datenfelder benötigt, bestehende KYC- und Screening-Prozesse angepasst sowie Review- und Monitoring-Prozesse neu ausgestaltet werden müssen.

Welche Daten können bei juristischen Personen relevant werden?

Bei juristischen Personen können zusätzliche Informationen zu Name, Rechtsform, Sitz, wirtschaftlicher Tätigkeit, Gründungsland, steuerlicher Ansässigkeit, Identifikationsnummern, Vertretungsorganen und Eigentümerstruktur relevant werden. Dazu gehören auch Angaben zu Gesellschaftern, Zwischengesellschaften, wirtschaftlichen Eigentümern und komplexen Beteiligungsstrukturen.

Was ändert sich bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers?

Die 25%-Schwelle ist unter der AMLR ein wichtiger Ausgangspunkt für die Ermittlung wirtschaftlicher Eigentümer. Neu ist zudem, dass genauer geprüft werden muss, welche direkten und indirekten Beteiligungen, Stimmrechte oder sonstigen Eigentumsinteressen einer natürlichen Person zuzurechnen sind.Außerdem reicht die reine Beteiligungsquote nicht aus. Auch Kontrolle, besondere Kontrollrechte und das Zusammenspiel von Eigentum und Kontrolle können dazu führen, dass eine natürliche Person als wirtschaftlicher Eigentümer einzuordnen ist.

Für KYC-Prozesse steigen damit die Anforderungen an Datenqualität, Prüflogik und Dokumentation, insbesondere bei komplexen Beteiligungs- und Gruppenstrukturen.

Was bedeutet die AMLR für Bestandskunden?

Die AMLR betrifft nicht nur Neukunden, sondern auch bestehende Geschäftsbeziehungen. Verpflichtete Unternehmen müssen prüfen, ob die für Bestandskunden vorliegenden Informationen den neuen regulatorischen Anforderungen entsprechen. Dabei können insbesondere zusätzliche Angaben zu Eigentums- und Kontrollstrukturen, eine erneute Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers, angepasste Risikoeinstufungen sowie aktualisierte Screening- und Überwachungsprozesse erforderlich werden. Zudem sollten bestehende Kundenakten im Rahmen regelmäßiger Reviews überprüft und gegebenenfalls ergänzt werden. Besonders risikoreiche Geschäftsbeziehungen sollten bei der Vorbereitung und Aktualisierung der Kundendaten priorisiert behandelt werden.

Glossar

Klicken Sie auf einen Buchstaben, um die passenden Begriffe anzuzeigen.

A

Adverse Media

Negative Medienberichte oder öffentliche Hinweise, die im Rahmen der Risikobewertung und des Screenings berücksichtigt werden können.

Akkumulation

Zusammenrechnung relevanter Beteiligungen über mehrere Beteiligungsketten hinweg. Sie kann bei der Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers relevant werden.

AMLA

Europäische Behörde zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Sie soll die einheitlichere Anwendung der europäischen AML-Vorgaben unterstützen.

AMLAR

Anti-Money Laundering Authority Regulation. Verordnung zur Errichtung der AMLA als europäische Behörde für Geldwäschebekämpfung.

AMLD

Anti-Money Laundering Directive. Die AMLD ist die EU-Geldwäscherichtlinie und Teil des europäischen AML-Pakets. Anders als die AMLR muss sie von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden.

AML-Paket

Europäisches Gesetzespaket zur Stärkung und Vereinheitlichung der Geldwäscheprävention. Es umfasst unter anderem AMLR, AMLD und AMLAR.

AMLR

Anti-Money Laundering Regulation. Die AMLR ist die neue EU-Geldwäscheverordnung und gilt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Sie wird grundsätzlich ab dem 10.07.2027 angewendet.

B

Bestandskunden

Bestehende Geschäftsbeziehungen, deren Daten, Risikoeinstufungen, Prüflogiken und Review-Prozesse im Rahmen der AMLR-Vorbereitung betrachtet werden müssen.

Bestandskundenmigration

Strukturierte Überführung bestehender Kundendaten, Risikoeinstufungen und Prüflogiken auf neue AMLR-Anforderungen.

Beteiligungsstruktur

Darstellung direkter und indirekter Beteiligungen an einer juristischen Person. Sie ist zentral für die Prüfung von Eigentum, Kontrolle und wirtschaftlichem Eigentum.

C

CDD

Customer Due Diligence. Kundensorgfaltspflichten zur Identifizierung, Prüfung, Risikobewertung und laufenden Überwachung von Kundenbeziehungen.

Control / Kontrolle

Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auf eine juristische Person auszuüben, zum Beispiel über Stimmrechte, Kontrollrechte, Vereinbarungen oder sonstige Einflussmöglichkeiten.

Customer Risk Assessment

Bewertung des Risikos einer Kundenbeziehung. Sie beeinflusst Umfang, Tiefe und Häufigkeit der anzuwendenden Sorgfaltspflichten.

D

Datenanforderungen

Anforderungen an die strukturierte Erhebung, Aktualität und Nachvollziehbarkeit relevanter Kunden-, Unternehmens- und Eigentümerdaten.

Datenmodell

Struktur, in der KYC-relevante Informationen erfasst, gespeichert und verarbeitet werden. Die AMLR kann Anpassungen bestehender Datenmodelle erforderlich machen.

Datenqualität

Vollständigkeit, Aktualität, Strukturierbarkeit und Verlässlichkeit von Daten, die für KYC-Prüfungen genutzt werden.

Dokumentation

Nachvollziehbare Erfassung von Prüfergebnissen, Datenquellen, Entscheidungen und Begründungen im KYC-Prozess.

E

Eigentumsbeteiligung

Direkte oder indirekte Beteiligung an einer juristischen Person. Sie kann für die Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers relevant sein.

Ermittlung des wirtschaftlichen Eigentümers

Prüfung, welche natürliche Person über Eigentum, Kontrolle oder eine Kombination aus beidem maßgeblichen Einfluss auf eine juristische Person ausüben kann.

Event-driven Review

Anlassbezogene Überprüfung einer Geschäftsbeziehung, zum Beispiel bei Änderungen in Eigentümerstruktur, Risikoprofil, Transaktionsmuster oder relevanten Kundendaten.

F

False Positive

Screening-Treffer, der sich nach Prüfung nicht als tatsächlicher Risikotreffer bestätigt.

FATF

Internationale Organisation, die Standards zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung entwickelt.

Financial Crime

Oberbegriff für Finanzkriminalität, darunter Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug und Sanktionsverstöße.

G

Geldwäscheprävention

Maßnahmen zur Verhinderung, Erkennung und Meldung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Geschäftsbeziehung

Dauerhafte Kundenbeziehung, bei der Kundensorgfaltspflichten, laufende Überwachung und Aktualisierungspflichten relevant werden.

GwG

Deutsches Geldwäschegesetz. Es enthält nationale Regelungen zur Geldwäscheprävention.

H

Hochrisikokunde

Kunde mit erhöhtem Risiko, bei dem verstärkte Sorgfaltspflichten und kürzere Review-Zyklen relevant werden können.

Hochrisikoland

Land mit erhöhtem Risiko im Kontext von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder unzureichenden AML/CFT-Kontrollen.

I

Identifizierung

Feststellung relevanter Angaben zu Kunden, wirtschaftlichen Eigentümern, gesetzlichen Vertretern oder handelnden Personen.

Identitätsprüfung

Überprüfung der erhobenen Identitätsdaten anhand geeigneter Dokumente, Verfahren oder vertrauenswürdiger Quellen.

Indirekte Beteiligung

Beteiligung, die nicht unmittelbar, sondern über eine oder mehrere Zwischengesellschaften gehalten wird.

Intermediate Beneficial Owner

Zwischengesellschaft oder relevante Einheit innerhalb einer Beteiligungskette, die im Rahmen von Strukturprüfungen und Sanktionsscreening berücksichtigt werden kann.

J

Juristische Person

Rechtlich selbstständige Organisation, zum Beispiel eine GmbH, AG oder vergleichbare Gesellschaftsform. Für juristische Personen werden unter der AMLR strukturierte Unternehmens-, Vertretungs- und Eigentümerdaten relevant.

K

Koexistenz von Kontrolle und Eigentumsbeteiligung

Paralleles Bestehen unterschiedlicher Prüfmethodiken. Im AMLR-Kontext bedeutet dies, dass Eigentum, Kontrolle und Kombinationsfälle gemeinsam betrachtet werden müssen.

Kontrollstruktur

Darstellung, welche Personen oder Einheiten Kontrolle über eine juristische Person ausüben können.

Kundensorgfaltspflichten

Pflichten zur Identifizierung, Prüfung, Risikobewertung, laufenden Überwachung und Dokumentation von Kundenbeziehungen.

KYC

Know Your Customer. Prozess zur Identifizierung, Prüfung, Risikobewertung und laufenden Überwachung von Kunden.

KYC-Prozess

Gesamtablauf von der Kundenerfassung über Identifizierung, Datenprüfung, Screening und Risikobewertung bis hin zu Reviews und laufender Überwachung.

L

Laufende Überwachung

Kontinuierliche Beobachtung einer Geschäftsbeziehung, einschließlich Transaktionen, Kundendaten, Risikoprofil und relevanter Ereignisse.

Listenscreening

Abgleich von Kunden, wirtschaftlichen Eigentümern oder weiteren relevanten Personen gegen Risiko-, PEP- oder Sanktionslisten.

M

Migration

Überführung bestehender Daten, Prozesse oder Prüflogiken in ein neues Zielmodell.

Monitoring

Laufende Beobachtung von Kundenbeziehungen, Risikofaktoren, Transaktionen oder relevanten Änderungen.

N

Nachvollziehbarkeit

Möglichkeit, KYC-Entscheidungen, Datenquellen, Prüfschritte und Ergebnisse transparent zu dokumentieren und später zu überprüfen.

Name Screening

Prüfung von Namen gegen relevante Listen, zum Beispiel Sanktionslisten, PEP-Listen oder weitere Risikolisten.

Natürliche Person

Ein Mensch als Rechtssubjekt, zum Beispiel Kunde, gesetzlicher Vertreter, Senior Managing Official oder wirtschaftlicher Eigentümer.

O

Onboarding

Aufnahme eines neuen Kunden in eine Geschäftsbeziehung einschließlich Identifizierung, Prüfung, Risikobewertung, Screening und Dokumentation.

Outreach

Kontaktaufnahme mit Kunden zur Einholung, Aktualisierung oder Klärung relevanter Informationen und Dokumente.

Ownership

Eigentumsbeziehung an einer juristischen Person, die direkt oder indirekt bestehen kann.

P

PEP

Politisch exponierte Person. Personen mit herausgehobenen öffentlichen Funktionen sowie bestimmte nahestehende Personen können erhöhte Sorgfaltspflichten auslösen.

PEP-Screening

Prüfung, ob ein Kunde, wirtschaftlicher Eigentümer oder eine relevante Person als politisch exponierte Person einzustufen ist.

Prüflogik

Fachliche Regel, nach der KYC-relevante Daten, Strukturen oder Risiken bewertet werden.

Q

Qualitätssicherung

Prüfung, ob KYC-Daten, Entscheidungen und Dokumentationen vollständig, konsistent und nachvollziehbar sind.

qTSP

Qualified Trust Service Provider. Qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter, der bei digitalen Identifizierungs- und Verifikationsprozessen relevant sein kann.

R

Regular Review

Periodische Überprüfung bestehender Kundenbeziehungen und Kundendaten.

Review-Zyklus

Zeitraum, nach dem eine Kundenbeziehung oder ein KYC-Datensatz erneut überprüft wird.

Risikobasierter Ansatz

Prinzip, nach dem Umfang und Tiefe von KYC-Maßnahmen am Risiko der jeweiligen Geschäftsbeziehung ausgerichtet werden.

Risikoklassifizierung

Einstufung einer Kundenbeziehung nach Risikofaktoren, die für Sorgfaltspflichten, Reviews und Monitoring relevant sind.

RTS

Regulatory Technical Standards. Technische Standards, die einzelne Anforderungen der AMLR weiter konkretisieren.

S

Sanktionsscreening

Prüfung von Kunden, wirtschaftlichen Eigentümern und relevanten Strukturen gegen Sanktionslisten.

Screening

Abgleich von Personen, Unternehmen oder Strukturen gegen relevante Risiko- und Sanktionsquellen.

Senior Managing Official

Führungsperson, die relevant werden kann, wenn kein wirtschaftlicher Eigentümer festgestellt werden kann oder Zweifel bestehen bleiben.

Sorgfaltspflichten

Regulatorische Pflichten zur Identifizierung, Prüfung, Risikobewertung, Überwachung und Dokumentation von Kundenbeziehungen.

T

Transparenzregister

Register zur Erfassung wirtschaftlicher Eigentümer von Unternehmen und bestimmten Rechtsgestaltungen.

Trefferbearbeitung

Prüfung und Bewertung eines Screening-Treffers, um festzustellen, ob ein tatsächlicher Risikotreffer vorliegt.

U

Unstimmigkeitsmeldung

Meldung, wenn festgestellte Angaben von Registerinformationen oder anderen relevanten Datenquellen abweichen.

Unternehmensdaten

Strukturierte Informationen zu juristischen Personen, zum Beispiel Name, Rechtsform, Sitz, Identifikationsnummern, Vertretungsorgane und Eigentümerstruktur.

Unternehmensstruktur

Darstellung von Beteiligungen, Zwischengesellschaften, Kontrollverhältnissen und relevanten Einheiten innerhalb eines Unternehmensverbunds.

V

Verdachtsmeldung

Meldung an die zuständige Stelle, wenn der Verdacht auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung besteht.

Verpflichtete

Unternehmen oder Personen, die geldwäscherechtliche Pflichten erfüllen müssen.

Verstärkte Sorgfaltspflichten

Erweiterte Prüf- und Überwachungsmaßnahmen bei erhöhtem Risiko, zum Beispiel bei Hochrisikokunden oder bestimmten Risikokonstellationen.

Vollständigkeitsprüfung

Analyse, ob relevante KYC-Daten vollständig vorhanden sind oder ob weiterer Klärungs- oder Bearbeitungsbedarf besteht.

W

Watchlist

Liste mit Personen, Unternehmen oder Organisationen, die im Rahmen von Screening-Prozessen geprüft werden.

Wirtschaftlicher Eigentümer

Natürliche Person, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle eine juristische Person letztlich steht.

Wirtschaftliches Eigentum

Eigentum oder Kontrolle, durch die eine natürliche Person maßgeblichen Einfluss auf eine juristische Person ausüben kann.

Z

Zweck und Art der Geschäftsbeziehung

Informationen darüber, warum eine Geschäftsbeziehung begründet wird und wie sie voraussichtlich genutzt werden soll.

Zwischengesellschaft

Gesellschaft innerhalb einer Beteiligungskette, über die indirekte Eigentums- oder Kontrollverhältnisse bestehen können.

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